Die große Jugendabteilung im kleinen Wald-Amorbach


Datum Sonntag 18. Juni 2017
Abteilung Jugendabteilungen


Immer wieder eine beliebter Punkt auf dem Übungsplan: das Zeltlager der Jugendfeuerwehr und Löschteufel – Sonne, Regen, Wasserschlacht, Lagerfeuer und gutes Essen

Nachdem wir die letzten beiden Jahre zum Zeltlager in Raibach waren, war schnell klar, dass es über Fronleichnam 2017 mal wieder auf den alt bewährten Zeltplatz in Wald-Amorbach gehen sollte. Am Mittwoch, 14.06.2017 war der lang ersehnte Tag dann endlich gekommen.

Am Vormittag mussten jedoch die Betreuer der Jugendabteilungen das Lager für die Jugendfeuerwehr und die Löschteufel erst mal errichten. So traf man sich um 8 Uhr um bepackt mit Zelten, Pavillons, Tischen, Töpfen, Geschirr, Volleyballnetz und vor allem einer ganzen Menge Proviant nach Wald-Amorbach aufzubrechen. Dort angekommen wurden alle Zelte aufgebaut und alles für die kommenden Tage hergerichtet. Nach einer kurzen Stärkung ging es anschließend für einen Teil zurück nach Gundernhausen, denn um 16 Uhr sollte sich die Jugendfeuerwehr dann am Gerätehaus einfinden. Einige der Teilnehmer wären vermutlich gerne schon morgens zum Aufbau mitgefahren, anderen war bis dahin gar nicht klar, dass sie nun in Wald-Amorbach schon ein fertiges Lager in Empfang nimmt und die Jugendfeuerwehr nicht erst noch die Zelte aufbauen muss. Insbesondere bei den Teilnehmern, die noch nicht mit im Zeltlager waren war die Aufregung groß. Nachdem sämtliches Gepäck einen Platz im Anhänger gefunden hatte, konnten wir starten.

Angekommen auf dem Zeltplatz gab es für alle eine kurze Einweisung in die Pläne für Lager- und Spüldienst sowie die Nachtwache, bevor jeder seinen Schlafplatz herrichten konnte. Danach war Zeit den Zeltplatz und das umliegende Gelände zu erkunden oder schon einen Stock für die Würstchen am Lagerfeuer zu schnitzen. Andere wiederum fanden sich in der Küche zur Vorbereitung des Essens ein. Wie üblich gab es am ersten Abend Hamburger, die sich alle ausgiebig schmecken ließen. Anschließend gab es durch unseren Jugendfeuerwehrwart Tim Kilian insbesondere aufgrund der vielen neuen Teilnehmer noch ein paar Informationen zum nächtlichen „Überfall von Einsatzabteilungsmitgliedern“. Gemeinsam wurde besprochen, welche Aufgaben die Nachtwache hat, wie man diese am besten macht und was zu tun ist, wenn ein Mitglied der Einsatzabteilung es tatsächlich geschafft hat einen Gegenstand aus der Küche oder den Zelten zu entwenden. Alle waren sich einig, dass letzteres dieses Jahr nicht eintreten sollte. Folglich wurde untereinander genauestens besprochen, welche Kleidung für die Nachtwache geeignet ist und in welchen Situationen man am besten nur seine Taschenlampe einschaltet. Anschließend wurde das erste Lagerfeuer für das diesjährige Zeltlager entfacht bevor gegen 23 Uhr die erste Nachtwache ihren Dienst antrat. Für die übrigen Jugendlichen stand ab diesem Zeitpunkt die Feldbett- bzw. Luftmatratzenruhe an. Dass diese Nachtruhe nicht lange anhalten würde, war schnell klar als der erste „Überfaller der Einsatzabteilung“ auf dem Dach unserer Küchenhütte gesichtet wurde, denn dieser ist sicher nicht alleine gekommen. Nach und nach konnten am Feldrand und in den Toilettenräumen diverse Personen aufgespürt und dingfest gemacht werden. Die ganze Jugendfeuerwehr hatte mit den insgesamt sieben Personen eine Menge zu tun. Erst als alle am Feuer saßen, konnten die Nicht-Wachhabenden wieder in Ihre Schlafsäcke zurück. Der Rest der Nacht verlief ruhig.

Nachdem sich am Donnerstagmorgen jeder ausführlich beim Frühstück gestärkt hatte und der Spühldienst seine Arbeit erledigt hatte, war für den Vormittag eine Ortsrallye angekündigt. Als klar war, dass die Feuerwehr an diesem Tag ein kleines Fest veranstaltete wurden noch schnell ein paar Euro für den Autoscooter aus dem Zelt geholt, ehe es auch schon für die erste Gruppe bergab in den kleinen Ort ging. In Kleingruppen wurde Wald-Amorbach erkundet, Fragen beantwortet, Lattenzäune gezählt, Informationen zu Hydranten eingeholt und vieles mehr. Leider konnte in ganz Wald-Amorbach kein Autoscooter entdeckt werden, sodass die Jugendlichen um die Mittagszeit erschöpft wieder auf dem Zeltplatz eintrafen. Nach einer kurzen Stärkung wurden bei sehr sommerlichen Temperaturen die Wasserspritzpistolen und Wasserbomben rausgeholt, auch die neue Wasserrutsche ließ nicht lange auf sich warten. Hierbei hatte- einschließlich der Betreuer - jeder eine Menge Spaß wie den Bildern zu entnehmen ist.. Nachdem die Wasserschlacht irgendwann ein Ende hatte, macht der Jugendausschuss sich auf den Weg um den alljährlichen Geisterpfad für den Abend vorzubereiten. Für den Rest der Gruppe stand der Nachmittag zur Verfügung für Volleyball und Fußball, Badminton oder auch einfach nur in der Sonne liegen. Am Abend gab es Hotdogs und große Mengen an Nachtisch: Erdbeercreme, Schokopudding und Schaumkusscreme – die Jugendfeuerwehr ließ es sich gutgehen. Mit vollgeschlagenem Bauch wurde nach einer schnellen Runde „Wettnageln“ bei Anbruch der Dunkelheit in kleinen Gruppen der Geisterpfad durchlaufen. Einige Jugendliche ließen sich aber auch durch wiederholtes Erschrecken im Wald nicht aus der Ruhe bringen. Zurück im Lager gab es noch ein paar gegrillte Würstchen am Lagerfeuer, bevor für die Nachtwache der Dienst begann und die übrigen Jugendlichen erschöpft in ihre Betten fielen.

Nachdem am Freitagmorgen doch schon der ein oder andere geweckt werden musste um das Frühstück nicht zu verpassen stand zunächst etwas Arbeit für den Lagerdienst an. Das Zelt für die Löschteufel, die wie üblich am Freitagnachmittag im Zeltlager eintreffen, musste für die Luftmatratzen noch mit einer Plane ausgelegt werden. Da klar war, dass das allseits beliebte Spiel im Wald „Capture the flag“ erst beginnen kann, wenn die Gruppe vollständig ist, packten alle mit an, sodass anschließend einige Runden des Spiels gespielt werden konnten. Am Nachmittag standen die Ankunft der 14 Löschteufel und deren Betreuer an. Gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr wurde gespielt und getobt, auch die Löschteufel schnitzten sich Stöcke für den Abend am Lagerfeuer. Über den Tag verteilt besuchten uns diverse Mitglieder des Feuerwehrvereins und der Einsatzabteilung sowie ein paar Eltern. Die Jugendfeuerwehr baute in kleinen Gruppen einen eigenen Drachen. Anschließend wurde auf dem großen Sportplatz der beste Drachen im Flug bestimmt ehe es auch schon an die Vorbereitung des Abendessens ging. Dass der Küchendienst ganze Arbeit geleistet hatte war klar, als sich sogar die Kleinsten noch eine ordentliche zweite Portion holten. Ab 21 Uhr traf man sich rund um das Lagerfeuer wo ab 22 Uhr die Löschteufel dann auch Ihre Nachtwache – instruiert von der Jugendfeuerwehr – absolvierten. Nachdem die Löschteufel um 23 Uhr in ihr Zelt gingen, übernahm die Nachtwache der Jugendfeuerwehr. Trotz einiger verdächtiger Geräusche im Wald, gab es in dieser Nacht keinen Überfall und die Nacht verlief ruhig.

Für die meisten war die Nacht bereits um 7 Uhr vorbei. Vor allem die Löschteufel waren so gespannt auf den Tag, dass sie sich nicht länger in ihren Betten halten konnten. Nach einem ausgiebigen Frühstück hatten alle genug Kraft getankt um im Wald ein Spiel zu starten. Hierbei mussten im Wald verschiedene Zettel mit Nummern gesucht werden und anschließend jeweils eine Aufgabe gemeinsam in der Gruppe gelöst werden. So war es manchmal sehr leicht gegen einen Betreuer beim Schnick-Schnack-Schnuck zu gewinnen, während Aufgaben wie Feuerwehrknoten, einen Betreuer zum Lachen zu bringen oder die ein oder andere sportliche Aufgabe doch eine Herausforderung waren. Nach dem Spiel wurde noch eine Runde Volleyball und Fußball gespielt. Nachdem am Vorabend beim Lagergericht eine Anklage eingegangen ist, kam es am Nachmittag dann noch zur Verhandlung der Sache. Als die Anklage verlesen wurde war es im Publikum sehr still. Der Angeklagte und dessen Verteidiger machten eine kurze Aussage bevor ein Zeuge das Wort hatte. Weil die Lage für den Angeklagten nicht allzu gut aussah, sprang kurzerhand eine Mutter, die gerade zu Besuch war, als weitere Verteidigerin des Angeklagten ein. Im Publikum war es daraufhin nicht mehr so still und einige hatten etwas zu dem Vorgang beizutragen. Am Ende verurteilte das Lagergericht den Angeklagten zu einer Runde Stockbrot machen am Abend. Am letzten Abend gab es Fleisch und Wurst vom Grill sowie Salate. An einer langen Tafel saßen alle auf dem Zeltplatz zusammen. Später am Abend gab es Stockbrot für alle. Schnell musste erkannt werden, dass dieses leider nicht ganz so schnell wie die kleinen Bratwürstchen am Lagerfeuer fertig ist. Nachdem die Nachtwache der Löschteufel keinen Überfaller aufspüren konnte, fielen diese um 23 Uhr todmüde in Ihre Schlafsäcke. Die Jugendfeuerwehr durfte am letzten Tag auch ein wenig länger aufbleiben, obwohl einige der Jugendlichen auch freiwillig direkt um 23 Uhr in ihre Betten wollten - die letzten Tage schienen ihre Spuren hinterlassen zu haben. Nachdem gegen 23.30 Uhr bis auf die Nachtwache alle in den Zelten verschwanden, wurden im Wald Geräusche wahrgenommen. Schnell war klar, dass es wohl heute Nacht noch einmal „Besuch“ gibt. Kurze Zeit später war dann doch der erste Verlust in der Küche zu verzeichnen. Ein Wasserkasten war entwendet worden – man konnte den Überfaller allerdings nur noch wegrennen sehen. Erst etwa eine ¾ Stunde später konnte die Nachtwache mithilfe der Betreuer den Überfaller auf dem Feldweg aufspüren und festhalten. Anschließend lief die Nachtwache zu Hochtouren auf und es wurden nur wenige Pausen am Lagerfeuer gemacht, denn es war wieder klar: Ein Überfaller kommt selten alleine. Die Nachtwache ab 1 Uhr registrierte erst sehr spät, dass am Lagerfeuer einer saß, der kein Betreuer war. Folglich verdoppelten auch diese Ihre Rundgänge um die Zelte und Küche. Gegen 2 Uhr verließ uns der Überfaller, sodass ab diesem Zeitpunkt klar war, dass er wohl doch alleine dagewesen sein musste. Dies führte zu dem ein oder anderen kleinen Nickerchen der Nachtwache am Lagerfeuer. Die letzte Nachtwache trat wie gewohnt Ihren Dienst an, doch die Nacht verlief anschließend ruhig. Die einzige Überraschung war, dass es ab 4.45 Uhr kurz zu regnen begann. Kurzerhand musste alles weggeräumt werden, was noch um das Feuer stand oder auf der Wäscheleine hing.

Um 8 Uhr am Sonntagmorgen stand das große Wecken an, denn heute war viel zu tun. Das letzte Frühstück wurde genossen bevor es für den letzten Spüldienst an die Arbeit ging. Zeitgleich wurden die Taschen gepackt, Schlafsäcke eingerollt und Feldbetten abgebaut. Doch dass das Zeltlager auch ein bisschen Arbeit bedeutet, wurde spätestens jedem klar als es losging mit Pavillons abbauen, Tische und Bänke abbauen, Küchenutensilien verstauen. Am Ende waren noch die drei Zelte abzubauen, die bis dahin durch die Sonne vom nächtlichen Regen wieder abgetrocknet waren. Der Abbau war jedoch auch keine große Herausforderung da alle mit anpackten. Nachdem alles in den Anhängern und dem GW-L eingeladen war, konnte es zurück in die Heimat gehen. Dort angekommen musste alles wieder ausgeladen werden und zurück an ihren Platz gebracht werden. Die Löschteufel wurden bereits um 13 Uhr abgeholt, während die Jugendfeuerwehr noch beim Wegräumen half. Gegen 14 Uhr war jedoch alles geschafft und damit eine Stunde schneller als ursprünglich geplant. Die Jugendlichen freuten sich auf eine warme Dusche Zuhause, viel mehr stand an diesem Sonntagnachmittag außer Couch wohl nicht mehr auf dem Programm.

Auch die Betreuer konnten das Gerätehaus gegen 15.30 Uhr verlassen, ehe am Montag noch die letzten Aufräumarbeiten anstanden. Das Zeltlager 2017 in Wald-Amorbach lässt sich damit wie folgt zusammenfassen: gutes Wetter, viel Essen, trotz viel Sport, Spiel und Spaß keine größeren Verletzungen und wenig Verluste bei den Überfällen – tolles Zeltlager!


Bericht erstellt durch Tini Maier

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(verliehen November 2013)