Freiwillige Feuerwehr Gundernhausen

Vorsorge für den Notfall





Aktuell wird das Thema in allen Medien heiß diskutiert – „Hamsterkäufe“. Was steckt wirklich dahinter, Panikmache oder sinnvolle Vorsorge? Wir, als Ihre Feuerwehr, möchten hier etwas Klarheit in die Angelegenheit bringen.

Vorab sei gesagt: Die Empfehlung zur Bevorratung von Lebensmitteln und wichtigen Gegenständen ist keineswegs etwas Neues. Schon seit den 1960er Jahren gibt es ein Zivilschutzkonzept, dass regelmäßig – wie jetzt auch geschehen – angepasst wird. Bereits seit langem empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in einer Broschüre auf Notsituationen vorbereitet zu sein.

Müssen wir also jetzt in Panik verfallen? NEIN!
Sollten wir uns trotzdem vorbereiten? JA!



Ein starkes Unwetter, Hochwasser, ein längerer Stromausfall, ein Erdbeben… unwahrscheinliche Szenarien, auf die wir dennoch vorbereitet sind… und Sie sollten es daher auch sein.


Was kann passieren?

Nehmen wir einmal das Beispiel Stromausfall:
Ein paar Stunden Stromausfall sind zwar unangenehm, aber problemlos zu verkraften. Doch was passiert, bei einem Stromausfall, der möglicherweise über Tage anhält?

Weder Internet noch moderne Telefone funktionieren ohne Strom. Handys haben zwar einen Akku, doch auch die Laufzeit der Mobilfunkmasten ist beschränkt. Innerhalb weniger Stunden sind Sie von der Öffentlichkeit abgeschnitten. Wie informieren Sie sich über die aktuelle Lage?

Leitungswasser wird in der Regel über Pumpen gefördert. Diese sind zwar meist mit einer Notstromversorgung ausgerüstet, diese kann aber auch nicht über viele Tage hinweg betrieben werden. Über Hochbehälter kann die Versorgung ebenfalls nur kurze Zeit gepuffert werden. Kein Leitungswasser: Keine Toilettenspülung, keine Dusche, kein Trinkwasser…

Lebensmittel zu beschaffen könnte ebenfalls schwierig werden. Alle großen Supermärkte sind abhängig von der Stromversorgung. Ein Verkauf von Lebensmitteln kann also nur sehr bedingt erwartet werden. Die Lieferketten, insbesondere von verderblichen Waren, können nicht mehr aufrecht erhalten werden.

Moderne Heizungen sind in der Regel von der Stromversorgung abhängig. Ohne Heizung kühlen Wohnungen im Winter, je nach Isolierung, innerhalb von wenigen Stunden aus.

Und dann wäre ja noch das Licht

Diese Liste lässt sich beliebig lange erweitern und Sie sehen, wie schnell Sie auf Vorräte angewiesen sein können.

Die Feuerwehr steht im Notfall natürlich auch Parat, allerdings sind unsere Kapazitäten stark beschränkt. Bei großflächigen Ausfällen werden alle Ressourcen für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit benötigt. Neben der Sicherstellung des Brandschutzes kann dies auch den Betrieb einer Notunterkunft bedeuten. Aber dann kommen auch wir schnell an unsere Grenzen.

Auch das Land Hessen und der Bund sind auf solche Notsituationen vorbereitet, allerdings bedarf es hier auch einiger Zeit, bis die notwendige Hilfe angelaufen ist.

Unabdinglich ist es daher, dass Sie in der Lage sind, sich über einen Zeitraum von mehreren Tagen selbst zu versorgen.

Was sind die wichtigsten Dinge, die ich vorhalten sollte?
 
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt Vorräte für mindestens 14 Tage vorzuhalten, zu den wichtigsten Dingen gehören


  • Wasser in ausreichender Mengen
    Empfohlen werden 2 Liter pro Person / Tag


  • Lebensmittel
    Getreideprodukte, Nudeln, Reis, Gemüse & Obst, Milchprodukte, Fleisch, Fisch, …
    Für alle Bereiche bieten sich trockene, nicht verderbliche bzw. in Dosen oder Gläsern eingemachte Lebensmittel an.


  • Rundfunkgerät (Batteriebetrieben oder mit Kurbelantrieb)


  • Taschenlampe


  • Batterien


  • Kerzen


  • Gaskocher


  • Feuerzeug, Streichhölzer


  • Bargeldreserven


  • Medikamente, Verbandkoffer


  • Hygieneartikel


  • Feuerlöscher


Weitere Informationen:

Eine ausführliche Informationsbroschüre des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit vielen weiteren Tipps


Checkliste für Dinge, die Sie haben sollten

 

Eine Frage, die Sie sich vielleicht auch schon gestellt haben, bleibt am Ende noch:
Wie kann ich im Notfall ohne Telefon die Feuerwehr, den Rettungsdienst oder die Polizei rufen?

Sollten die allgemeinen Kommunikationswege nicht mehr funktionieren, wird für Sie an zentraler Stelle eine Möglichkeit für Notrufe bereitgestellt. In Gundernhausen ist dies das Feuerwehrgerätehaus in der Bruchwiesenstraße 53. Auch bei einem großflächigen Stromausfall können wir Ihnen hier sofort weiterhelfen oder über Funk anderen Hilfsorganisationen anfordern.
 

 


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