Wespen - Nützliche Plagegeister


In den Sommer und Herbstmonaten erreichen die Feuerwehr Gundernhausen regelmäßig Anrufe von besorgten Bürgern, die auf ihrem Grundstück ein Wespen- bzw. Hornissennest entdeckt haben und dieses schnellstens entfernt haben möchten.

Grundsätzlich steht die Feuerwehr damit vor einem großen Problem. Gemeint ist damit aber nicht die technische Seite (wie fängt man die Tiere...). Das Problem ist der Umstand, dass zahlreiche Wespenarten unter Naturschutz stehen; Hornissen sind darüber hinaus sogar vom Aussterben bedroht.

Generell gilt:

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, wildlebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder gar zu töten. Das Gesetz verbietet darüber hinaus, Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Erscheinungsformen, Nist-, Brut-, Wohn- und Zufluchtsstätten oder Nester zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören.

Nur wenn aufgrund der Lage eines Wespen- oder Hornissennestes eine unmittelbare Gefahr für den Menschen oder die "öffentliche Sicherheit und Ordnung" besteht ( z. B. Wespennest im Wohnraum oder in dessen unmittelbarer Nähe; Bewohner reagieren allergisch auf Wespenstiche o.ä.), dann ist nach naturschutzrechtlicher Beratung / Prüfung ein Beseitigen der Tiere erlaubt.


Was heißt das jetzt genau ???

Natürlich gibt es Fälle, in denen es nötig ist, das Nest umzusiedeln bzw. zu entfernen.
Diese Entscheidung wird im Normalfall aber nicht von der Feuerwehr, sondern von der Zuständigen unteren Naturschutzbehörde getroffen.
(Gründe für eine Entfernung sind bspw.: Bewohner die allergisch auf Stiche reagieren, Nest in der Nähe von Schlaf- / Kinderzimmern, ...)



Ihr Ansprechpartner ist das Umweltamt der Gemeinde Rossdorf: Tel 06154 808-205

In Notfällen (akuter Angriff eines Wespenschwarms, ...) stehen wir ihnen aber natürlich IMMER und SOFORT zur Verfügung !!!

Notruf: 112



Was Sie tun können um sich vor Wespen zu schützen



Vermeiden Sie unbedingt das schlagen oder pusten auf Wespen. Beides führt dazu, dass sich Wespen bedroht fühlen und zustechen.

Nutzen Sie für Ihre Getränke nur Stohhalme. Nahrungsmittel sollten Sie nach Möglichkeit abdecken und Reste wegräumen.

Auch bei Obst, das direkt vom Baum verzehrt wird, muss man aufpassen. Unter Umständen sitzt noch eine Wespe darin, die beim unbedachten Verzehr in den Mund oder Rachen sticht.

Vermeiden Sie intensiv riechende Parfüms oder bunte Kleidung.

Sichern Sie Ihre Fenster mit Fliegengittern um zu vermeiden, dass Insekten in die Wohnung kommen.

Verschließen Sie nie einen Zugang zu einem Wespennest. Wespen suchen sich immer eine neue Zugangsöffnung - im schlimmsten Fall auch direkt in Ihre Wohnung.

Halten Sie mindestens 3m Abstand zu Wespennestern und versperren Sie nicht die Flugbahn zum Nest.

Hornissen reagieren auf Licht. Sollte sich eine in Ihre Wohnung verirrt haben, löschen sie das Licht und öffnen Sie das Fenster. In kürzester Zeit herrscht wieder Ruhe.

Wichtig: Ab Ende September / Anfang Oktober ist das Nest ohnehin wieder leer. Nur die Königin überlebt den Winter, alle anderen Mitglieder der "Familie" sterben spätestens durch die ersten Nachtfroste ab.

Ein Nest wird niemals ein 2. Mal benutzt, sondern im Gegenteil gemieden. Das Belassen des Nestes an dem Ort ist damit sogar ein zusätzlicher Schutz

Mit überreifen Weintrauben kann man die beiden lästigen Wespenarten (Gemeine und Deutsche Wespe) erfolgreich von Kaffeetischen fernhalten.



Was machen, wen man doch gestochen wurde ???



Den Stachel möglichst schnell entfernen. Achtung: den Stachel nicht mit den Fingern herausziehen (da sonst das restliche Gift aus der Giftdrüse in die Einstichstelle gedrückt wird), sondern mit dem Fingernagel wegkratzen.

Kühlen der betroffenen Körperregion

Linderung verschaffen auch sogenannte thermisch-physikalische Stichheiler, die die Einstichstelle auf ungefährliche 50C erhitzen und somit das Eiweiß des Insektengiftes unschädlich machen.

Bei Stichen in der Mundhöhle oder im Halsbereich sofort Eis lutschen, kalte Halsumschläge anlegen und einen Arzt aufsuchen.

Im Falle starker Schwellungen mit Atembeschwerden, Kreislaufstörungen oder bei Allergikern unverzüglich den Notarzt verständigen !!!

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Termine

MORGEN - 19:00 Uhr
Einsatzabteilung
FwDV 500 / Gefährliche Stoffe und Güter
 
08.12.2017 - 20:00 Uhr
Einsatzabteilung
Sonderausbildung
 
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Wehrführer



Jürgen Zimmer
Nordhäuser Straße 101
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Stellv. Wehrführer



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Bruchwiesenstraße 5
64380 Gundernhausen
06071 / 4206606
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