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Kat-S Zug übt Ernstfall am Deich


Datum Samstag 02. Mai 2015
Abteilung Kat-S


Immer wieder führen Hochwasser zu Großeinsätzen für Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes. Diese Einsätze sind meist sehr personalintensiv und langwierig. Hierfür sind die Feuerwehren der betroffenen Kommunen meist auf Hilfe von externen Einheiten angewiesen. So wurde auch der Katastrophenschutzzug der Gemeinde Roßdorf schon mehrfach zur Unterstützung bei Hochwassereinsätzen alarmiert.

Um optimal auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, fanden sich 17 KatS-Helfer aus Gundernhausen am Samstag des 1.Mai-Wochenendes im Gerätehaus ein, um sich im Bereich der Deichverteidigung weiterzubilden. Als Ausbilder konnte Christoph Oemig gewonnen werden, der aufgrund seiner mehr als zehnjährige Dienstzeit bei der Feuerwehr Hamburg mit dem Thema Deichverteidigung sehr vertraut ist, da sie dort durch Hamburgs Lage bedingt standardmäßig zum Einsatzspektrum gehört.
In einem theoretischen Unterrichtsteil wurden der Aufbau von Deichanlagen, verschiedene Schadenszenarien und Gegenmaßnahmen sowie Gefahren am Deich erläutert. So ist es durchaus normal, dass stellenweise klares Wasser durch die Deichanlage sickert. Erst große Mengen an Wasser oder trübes Sickerwasser deuten auf eine höhere Gefahr oder gar auf eine Beschädigung des Deiches hin, die Gegenmaßnahmen erfordert.
Im anschließenden Übungsteil wurden die Erkenntnisse aus der Theorie praktisch umgesetzt. Es wurde getestet, wie mit einfachen Mitteln Sandsäcke effizient befüllt werden können. Um die körperlichen Belastungen kennenzulernen, erfolgte der Transport der Säcke zur angenommenen Schadenstelle über verschiedene Varianten einer Menschenkette. So konnten unterschiedliche Szenarien geübt werden. Zunächst erhöhten die Helfer die Deichkrone des Übungsdeiches (das sogenannte Aufkaden), um ein Überlaufen bei einer angenommenen Flutwelle zu verhindern. Gegen ein weiteres Ausschwemmen von Deichmaterial aufgrund von durchsickerndem Wasser, wurde eine Quellkade errichtet, um so einen hydraulischen Gegendruck zu erzeugen. Um das Abrutschen eines Teils der inneren Deichböschung zu vermeiden, errichteten die Helfer zuletzt eine sogenannte Deichfußsicherung.
Sehr interessant war dabei die Beobachtung, wieviel Zeit, Personal und Material für die Sicherung von wenigen Metern Deich benötigt wird. Zum Ende der Ausbildung war den KatS-Helfern die körperliche Anstrengung deutlich anzusehen. Im Realeinsatz müssten die Helfer diese Leistung viele Stunden erbringen. Umso wichtiger sind daher geübte Handgriffe und Tipps aus der Praxis für eine möglichst ergonomische Ausführung der Arbeiten.
Der Katastrophenschutzzug bedankt sich bei Christoph für die sehr lehrreichen und kurzweiligen Stunden und freut sich auf weitere zukünftige Unterrichtseinheiten.

Bericht erstellt durch Michel Greiner



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