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📖 Geschichte

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Gundernhausen

Einen Weltkrieg, die Gründung der Bundesrepublik, der Bau der Mauer und die Wiedervereinigung, die Einführung des Euros – viele historische Momente hat die Feuerwehr Gundernhausen bereits erlebt und viele davon haben auch unsere Wehr geprägt.

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1920er
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1929

Am 24. Juli 1929 beschloss der Gemeinderat die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr. 45 Mitglieder gründeten mit dem Wahlspruch „Dem Höchsten zur Ehr; dem Nächsten zur Wehr“ die Freiwillige Feuerwehr Gundernhausen.

Die bisherige Pflichtfeuerwehr konnte daraufhin aufgelöst werden.

1930er
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1930
  • Genehmigung zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gundernhausen durch den Kreisausschuss Dieburg. Ein erster Instruktionsabend der neu gegründeten Feuerwehr wurde durchgeführt.
  • Erster Einsatz der Wehr bei einem Brand in der Hofreite von Ludwig Kipp.
  • Nach Einweihung und Übergabe der neu gebauten Wasserleitung schaffte die Gemeinde umgehend einen Hydrantenwagen an.
1932

Erste Inspektion der neu gegründeten Feuerwehr durch Feuerwehrinspektor Rödler aus Dieburg. Eine groß angelegte Übung stellte hierbei die Schlagfertigkeit unter Beweis.

1935

Wegen des guten Zustands der Wehr wurde Brandmeister Riedel von der Gemeinde zum „Ehrenbrandmeister“ ernannt.

1936

Der 1. Brandmeister Karl Weygandt musste einen Verpflichtungsschein mit Treuegelöbnis zur Wehr unterzeichnen und somit im Bedarfsfall Polizeifunktionen ausführen.

1940er
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1940

Die Feuerwehrangehörigen Philipp Schantz, Christoph Kraft, Georg Rossmann, Georg Rückert und Friedrich Rapp ließen als Erste ihr Leben im Zweiten Weltkrieg.

1941

Eine im Jahr 1939 bestellte fahrbare Leiter konnte nicht mehr ausgeliefert werden – laut Lieferfirma am 2.9.1941, da die notwendigen 430 kg Eisen nicht zugeteilt wurden.

1948
  • Die Feuerwehrversammlung wählte Heinrich Horneff zum Ortsbrandmeister und Bernhard Becker zu seinem Vertreter.
  • Die Feuerwehr erhielt ihre erste Motorspritze – eine auf Eisen bereifte, mit umfangreichem Schlauchmaterial ausgerüstete gebrauchte Tragkraftspritze der Berufsfeuerwehr Offenbach.
1950er
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1953
  • Willi Matiszik und Otto Dietrich riefen einen Feuerwehrspielmannszug ins Leben.
  • In der Gastwirtschaft Ludwig Weygandt beschloss die Versammlung einstimmig, zum 25-jährigen Jubiläum eine Fahne anzuschaffen.
1954

25-jähriges Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Gundernhausen mit Fahnenweihe. Aus Anlass der Feierlichkeiten fand unter anderem eine gemeinsame Schauübung mit der amerikanischen Berufsfeuerwehr aus Babenhausen statt.

1954
1955

Ein Großbrand auf dem Anwesen der Familie Peschka zerstörte die Scheune und einen Teil der Nebengebäude. Der Einsatz zog sich über eine Woche hin.

1956

Das erste „Parkfest“ fand mit großem Erfolg bei schönem Wetter statt. Dieses Fest brachte der Wehr auch die Freundschaft zur Freiwilligen Feuerwehr Zotzenheim in Rheinhessen – eine Freundschaft, die bis heute besteht.

1957

Wegen Querelen mit der Gemeinde über dringend benötigte Ausrüstungsgegenstände trat der gesamte Vorstand zurück. Nachdem die Gemeinde später einlenkte, konnte diese Unstimmigkeit wieder aus der Welt geräumt werden.

1958

Von der Gemeinde Gundernhausen wurde die lang ersehnte Tragkraftspritze TS 8/8 an die Wehr übergeben.

1960er
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1961

Aus Mitteln des Katastrophenschutzes konnte ein modernes Löschfahrzeug LF 16 TS in Dienst gestellt werden.

1962

Einem Großbrand bei Willi Amann in der Hauptstraße fiel die Scheune vollständig zum Opfer.

1965
  • Hochwasser, Land unter meldete Gundernhausen – der Erbsenbach war nach starken Regenfällen über die Ufer getreten.
  • Der erste Versuch zur Gründung einer Jugendfeuerwehr scheiterte mangels Interesse.
1966

Fest mit Fahnenweihe. Höhepunkt war der Festakt im Festzelt.

1968
  • Nach 20-jährigem aktivem Dienst traten Ortsbrandmeister Heinrich Horneff und sein Stellvertreter Bernhard Becker aus Gesundheitsgründen von ihren Ämtern zurück.
  • Neuer Ortsbrandmeister wurde Rudolf Fornoff, sein Stellvertreter Willy Dittmann.
  • Eine Brandstiftung vernichtete die Scheune des Landwirts Erich Schantz total.
  • Großbrand bei der Chemiegesellschaft: Eine Lagerhalle war in Brand geraten. Neben mehreren Wehren aus dem Kreis Dieburg unterstützte auch die Berufsfeuerwehr aus Darmstadt.
1969
  • Willy Dittmann übernahm das Amt des Ortsbrandmeisters, Ludwig Amann wurde zu seinem Stellvertreter gewählt.
  • Die Wehr feierte ihren 40. Geburtstag auf dem Festplatz.
1970er
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1971
  • Die Einsatzabteilung konnte das neue Löschfahrzeug LF 8 TS in Empfang nehmen.
  • Großbrand auf dem Stetteritz: Die Gaststätte „Buschmann“ brannte komplett nieder.
1972

Mit dem Jahreswechsel 1972/1973 vollzog sich die organisatorische Trennung der „Einsatzabteilung“ der Feuerwehr vom „Verein Freiwillige Feuerwehr“.

1975

Einweihungsfeier des neuen Gerätehauses.

1976

Der Feuerwehrverein schaffte einen Kommandobus für die Einsatzabteilung an.

1976
1977

Eine Übung auf dem Kerbplatz.

1977 1977 1977
1978

Die Einsatzabteilungen aus Roßdorf und Gundernhausen wählten nach dem Zusammenschluss beider Gemeinden Georg Sturm zum Ortsbrandmeister und Willy Dittmann zu seinem Stellvertreter.

1979
  • Karlheinz Menges wurde zum Wehrführer und Willy Breitwieser zum Stellvertreter gewählt.
  • Das 50-jährige Gründungsjubiläum konnte gefeiert werden.
1979
1980er
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1980

Übergabe des Tanklöschfahrzeuges TLF 16/25 der Feuerwehr Roßdorf an die Feuerwehr Gundernhausen. Weiterhin erhielt die Wehr aus Mitteln des Katastrophenschutzes ein neues Löschgruppenfahrzeug 16 TS KatS.

1985

Willy Breitwieser wurde zum stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt.

1986

Millionenschaden! Die Bürgerhausgaststätte fiel komplett einem Brand zum Opfer, an der angrenzenden Bürgerhaushalle entstand ebenfalls erheblicher Schaden.

1986
1987
  • Die Einsatzabteilung wählte Willy Breitwieser zum Wehrführer und Walter Hepner zu seinem Stellvertreter.
  • Einweihung des erweiterten Gerätehauses in der Friedhofstraße.
1988
  • Gründung der Jugendfeuerwehr mit zehn Jugendlichen unter der Leitung von Klaus Schüler.
  • Wegen Schneeschmelze meldete die Rheinebene Land unter – fünf Tage war die Wehr mit dem LF 16 TS in Rüdesheim im Einsatz.
1988
1989
  • Die Feuerwehr Gundernhausen feierte ihr 60-jähriges Jubiläum verbunden mit dem Kreisfeuerwehrtag.
  • Anlässlich des Jubiläums brachte der Verein erstmals eine Festschrift mit der Vereinschronik heraus.
  • Nachdem die Jugendfeuerwehr mit ihrem Wimpel am Festzug teilgenommen hatte, erfolgte im Festzelt die Wimpel-Segnung durch Pfarrer Seipp. Wimpelträger waren Frank Horneff und Helge Sendler.
  • Im November fand eine Ausstellung mit Bildern und alten Gerätschaften im Feuerwehrgerätehaus statt.
Kreisfeuerwehrtag 1989
1990er
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1990

Das Jahr begann damit, dass alle Helfer des Jubiläumsfestes zu einem zünftigen Abend ins Gerätehaus eingeladen waren. Nach diesen Feierlichkeiten brachte der Jahrhundertsturm „Wiebke“ der Wehr eine Vielzahl von Einsätzen.

Im Sommer wurde dann das Parkfest gefeiert – wegen der Instandsetzung des Parks am Hofgut Grolmanshof auf den Kerbplatz verlegt und fortan „Kirchgartenfest“ genannt. Zur deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober stand die Wehr beim Pflanzen des Gedenkbaums vor der ehemaligen Gundernhäuser Gemeindeverwaltung Spalier.

In der Wehr gründete sich das Männerballett, um mit seinen Auftritten an Fastnacht das kulturelle Leben zu bereichern.

Übung
1991

Mit dem ersten geplanten Auftritt des Männerballetts wurde es dieses Jahr allerdings nichts: Wegen des ersten Golfkriegs waren zur moralischen Unterstützung der dort kämpfenden Alliierten die Fastnachtsveranstaltungen weitestgehend abgesagt worden. Doch konnten im Laufe des Jahres wieder Feuerwehrball und Kirchgartenfest veranstaltet werden. Die Jugendfeuerwehr lud zu zwei Disco-Party-Abenden ein.

Ein gravierender Einsatz in Gundernhausen war der Brand der alten Sporthalle, die später leider abgerissen wurde – die Fläche wurde zum Bolzplatz.

Für die Jugendfeuerwehr ist bemerkenswert, dass erstmals drei Mädchen an den Übungen teilnahmen. Zwei davon, Isabell und Simone, die Töchter von Gerlinde und Willy Breitwieser, sind heute noch in der Wehr engagiert.

In diesem Jahr war auch erstmals ein Thema aktuell, das bis heute ein Dauerbrenner geblieben ist: die nicht gegebene Erreichbarkeit von Einsatzstellen wegen zugeparkter Straßen, insbesondere im alten Ortskern.

1992

Für unsere Kleinsten wurden von engagierten Müttern der Jugendlichen sowie von Frauen und Angehörigen erstmals Feuerwehruniformen im Mini-Format selbst geschneidert. Nicht überliefert ist, ob deshalb für den Kauf des Stoffes der monatliche Vereinsbeitrag in diesem Jahr auf zwei Mark erhöht wurde.

Für die Einsatzabteilung waren 31 Alarmierungen zu verzeichnen. Wieder einmal war auch ein Besuch bei den Freunden im rheinhessischen Zotzenheim angesagt. Der Zuspruch war so groß, dass gleich zwei Busse geordert werden mussten.

Beim jährlichen Kirchgartenfest gab es freitags für die Jugend erstmals eine Discoveranstaltung. Das Männerballett konnte bei der Sitzung des Karnevalvereins endlich sein gefeiertes Debüt geben.

Kerbumzug 1992 Besuch in Vösendorf 1992
1993

Die Jugendfeuerwehr überschritt erstmals die Marke von 50 Mitgliedern. Wie beim Fest der Nachbarwehr in Groß-Zimmern gab sie mit ihrer großen Mannschaftsstärke auch in den folgenden Jahren bei Festumzügen ein imposantes Bild ab.

Erstmals konnten auch mehrere Jugendliche – alles Gründungsmitglieder – mit 17 Jahren an die Einsatzabteilung übergeben werden. Für sie brachte der Brand eines Fachwerkhauses in der Nordhäuser Straße gleich die erste Feuertaufe im Löscheinsatz.

Ein weiterer schwerer Einsatz war ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person auf der K128.

Neue Kleidung für unseren Nachwuchs
1994

Wieder waren Jubiläumsfeierlichkeiten angesagt: Beim Kirchgartenfest konnte das 65-jährige Bestehen begangen und ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 – Gefahrgut übergeben werden. Diese Spezialisierung auf Gefahrgut war vorgegeben worden, weil es nur dann Landeszuschüsse gab, worauf die Gemeinde in diesen Jahren ihren Fokus gerichtet hatte.

In der Praxis bestätigten sich dann jedoch die Befürchtungen der Gundernhäuser Wehr: Weil mit der Beladung wenig auszurichten war, wurde im Laufe der Zeit die Fahrzeugausrüstung – weg vom Gefahrgut – den tatsächlichen Bedürfnissen angepasst.

Das Vereinsmitglied Karl Metz regte die Gründung einer Ehren- und Altersabteilung an, was zunächst nicht auf die von ihm erhoffte Zustimmung traf. Bei den Einsätzen ist der Brand in einer Scheune hervorzuheben, bei dem größerer Schaden verhindert werden konnte.

Unsere kleinen Feuerteufel am Kerbumzug 1994
1995

Für die Einsatzabteilung konnten neue, den verbesserten EG-Richtlinien entsprechende Schutzanzüge angeschafft werden. Mitglieder der Wehr nahmen an Besuchen in der Partnergemeinde Vösendorf teil – neben dem Feuerwehrfest, verbunden mit Feiern zum zehnjährigen Verschwisterungsjubiläum, war dies der dortige Feuerwehrball.

Auch in Gundernhausen wurde wieder ein Ball veranstaltet. Dieser war – anders als das Kirchgartenfest im Sommer – gut besucht. Die Jugendfeuerwehr lud zum Tag der offenen Tür ins Gerätehaus ein.

In diesem Jahr erhielten zwei Wehrmänner das Brandschutzehrenzeichen: in Gold Bernd Anthes und in Silber Walter Hepner, nach 40 bzw. 25 Jahren aktivem Dienst.

Zu Fuß mussten die Einsatzkräfte bei einer Alarmierung am Silvestermorgen gehen: Durch Eisregen waren die Straßen so glatt geworden, dass die Einsatzfahrzeuge auf dem Weg zu zwei liegengebliebenen Rettungsdienstfahrzeugen stehen bleiben mussten.

1996

Manfred Bäuml wird zum Zugführer des Katastrophenschutzzuges ernannt, und beim Kirchgartenfest übergibt die Gemeinde einen neuen Mannschaftstransportwagen (MTW). Zur Finanzierung haben der Feuerwehrverein mit 17.000 DM und die ortsansässige Firma Rieter (heute Autoneum) mit 15.000 DM beigetragen.

Bei einer Alarmübung im September zeigt sich verstärkt die Problematik der Parksituation in der Nordhäuser Straße. Beim alljährlichen Jugendfeuerwehr-Zeltlager in Wald-Amorbach treffen sich Jugendliche der Wehren aus Vösendorf und Gundernhausen.

Zeltlager der Jugendfeuerwehr
1997

Das Jahr brachte eine Reihe von wetterbedingten Einsätzen – gleich im Januar wegen aufgefrorener Wasserleitungen und im Juli wegen starker Regenfälle. Ob das Klima auch mit dem schlechten Zuspruch zum Feuerwehrball zu tun hatte, ist nicht überliefert.

Nichtsdestotrotz lud die Wehr im Sommer wieder zum Kirchgartenfest ein, an dem erstmals auch die am 17. Januar gegründete Ehren- und Altersabteilung präsent war.

Durch Gundernhausen führte der Staffellauf der Jugendfeuerwehren von Trier nach Dresden aus Anlass des Deutschen Jugendfeuerwehrtages. Die Gundernhäuser Läufer nahmen das Staffelholz an der Weißmühle entgegen und trugen es zur Weitergabe an die Dieburger Jugendwehr ans Waldeck bei Groß-Zimmern.

1998

Es erfolgte ein Generationswechsel an den Spitzen von Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr: Als Nachfolger von Wehrführer Willy Breitwieser und seinem Stellvertreter Walter Hepner wurden Manfred Bäuml und Frank Neuber gewählt. Auch der Gründungs-Jugendfeuerwehrwart Klaus Schüler legte mit der Wahl von Michael Estl das Amt in jüngere Hände.

An Feierlichkeiten standen das zehnjährige Bestehen der Jugendfeuerwehr – mit Festkommers, Fahrzeugausstellung und Bezirksübung – sowie das jährliche Kirchgartenfest an.

Neben einer ausgebrannten Küche waren wieder Wetterereignisse Grund für gravierende Einsätze: Infolge eines Unwetters standen neben einer Produktionshalle auch zahlreiche Keller unter Wasser. Die Wehr hatte zwei Tage lang alle Hände voll damit zu tun.

Die bereits im Jahr zuvor angelaufenen Vorbereitungen für das 70-jährige Bestehen nahmen breiten Raum ein. Dies führte leider auch zu Meinungsverschiedenheiten darüber, ob der Fokus nicht zu sehr auf Vereinsarbeit und Kameradschaftspflege gerichtet würde.

Die Jugendfeuerwehr im Jubiläumsjahr 1998 Die neue Wehrführung
1999

Willy Breitwieser legte sein Amt als stellvertretender Gemeindebrandinspektor nieder, da ihm ein von Gemeinde- und Kreisbrandinspektor geforderter Lehrgang noch fehlte – das wurde von vielen in der Wehr bedauert. Seine Nachfolge trat Walter Hepner an.

Für die Jugendfeuerwehr stellte die Teilnahme am Landestreffen der Niederösterreichischen Feuerwehrjugend in Vösendorf, wo rund 3.500 Jugendfeuerwehrleute zusammenkamen, einen weiteren Höhepunkt dar.

70-jähriges Feuerwehrfest

Und in diesem Jahr war es dann auch wieder so weit: Gundernhausen feierte ganz traditionell sein großes Feuerwehrfest. Eingeleitet wurden die Feiern mit einem akademischen Abend im Juni – schön war, dass der letzte noch lebende Gründer, Georg Schantz IV., anwesend sein konnte. Ein weiterer Grund zur Freude war die Verleihung des Brandschutzehrenzeichens in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst an den Gerätewart Günter Franz. In ihrer Laudatio rezitierten die Feuerwehrfrauen Isabell Breitwieser und Maren Schneider gemeinsam die vergangenen 70 Jahre.

Anfang August wurde auf dem Kerbplatz wieder ein Festzelt errichtet und vier Tage gefeiert. Den Start machte am Freitag ein Bunter Abend der Sparkasse Dieburg – auch Frau Dr. Schubert und Herr Strohfuß von der Partnerbrauerei Michelsbräu ließen es sich nicht nehmen, beim gelungenen Bieranstich dabei zu sein. Der Samstag stand ganz im Zeichen des Auftritts der damals viel beachteten Coverband „Live Style“, die auch in Gundernhausen für ein volles Zelt und Partystimmung sorgte. Ein Wermutstropfen in dieser Nacht war die Alarmierung zu einem Verkehrsunfall an der Ortseinfahrt, bei dem ein Motorradfahrer seinen Verletzungen erlag.

Mit dem traditionellen Gottesdienst am Sonntagmorgen und dem Umzug am Mittag fand das Fest seine Fortsetzung. Ein Novum war der – weil nur aus eigenen Reihen bestrittene – „hausgemachte Bunte Abend“, moderiert von Maren Schneider und Ralf Knierieme. Ebenso als Höhepunkt zu nennen ist der Auftritt des Feuerwehr-Männerballetts, bevor am nächsten Tag aus dem Frühschoppen wieder ein Spätschoppen wurde. Nachdem die Einsatzkräfte wegen eines Unwetters erneut zu zwei Einsätzen ausrücken mussten, klang das Fest mit den ersten Abbauarbeiten aus.

Jahrtausendwechsel

Für den Jahreswechsel 1999/2000 waren weltweit Probleme wie der Zusammenbruch von Stromnetzen und anderer computergesteuerter Infrastruktur befürchtet worden. Unter Schlagworten wie „Millennium“ oder „Jahrtausendwechsel“ war auch die Gundernhäuser Wehr zu einem Bereitschaftsdienst aufgefordert. Weil im Gerätehaus zugleich eine Millenniums-Party gefeiert wurde, waren diese „Freiwilligen“ aber nicht allein. Zum Glück bestätigten sich die Befürchtungen – und auch der von manchen prophezeite Weltuntergang – nicht, und Bürgermeister Pfeiffer kam noch in der Nacht vorbei, um sich für den Einsatz zu bedanken.

Ein weiterer in Erinnerung gebliebener Einsatz in diesem Jahr war der Brand der Grillhütte der Schützengesellschaft Gundernhausen. Wegen der Holzbauweise konnte das Gebäude trotz schnellen Eintreffens an der Brandstelle nicht gehalten werden; es kam zum Totalverlust.

Erster Spatenstich für das neue Gerätehaus
2000er
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2000

Im neuen Jahr gut angekommen, reiste eine bunt gemischte Abordnung – darunter auch Landrat Jakoubek und Gattin – zum Feuerwehrball nach Vösendorf. Überrascht war man davon, als der Vösendorfer Kommandant eindrucksvoll vorführte, dass man Türen im Gerätehaus auch ohne Schlüssel, durch einfachen Fußtritt, öffnen kann.

An Einsätzen war in diesem ereignisreichen Jahr einiges zu verzeichnen. Skurril: Ein im Wald neben der B 26 stehender einzelner, abgebrochener Baum brannte und musste zum Löschen gefällt werden – wie dieser Baum Feuer fing, kann sich bis heute niemand erklären. Ein Wohnwagenbrand, der zunächst als brennende Scheune gemeldet worden war, forderte hingegen ein Menschenleben. Ein Feuer an einer Maschine in einer Produktionshalle konnte durch die Sprinkleranlage noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte gelöscht werden.

Neues Gerätehaus im „Zentrum Gundernhausen“

Neben Brandeinsätzen gab es auch wieder freudige Ereignisse: So konnte das neue Gerätehaus im „Zentrum Gundernhausen“ an der Bruchwiesenstraße bezogen werden. Das dort erstmals stattfindende „Fillwaadfest“ – benannt nach der früher vorhandenen Weide für Fohlen (Füllen = Fill) – löste das seitherige Kirchgartenfest (früher Parkfest) ab. In einer Feierstunde am 27. Oktober wurde das neue Domizil der Wehr offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Auch wenn die neue Unterkunft – nicht zuletzt dank besserer Platzverhältnisse und getrennter Umkleiden für Männer und Frauen – nun modernsten Ansprüchen genügte, verlief der Umzug aus dem alten Gerätehaus bei vielen Mitgliedern der Einsatzabteilung nicht ohne Wehmut. Am 23. Dezember wurden als Letztes die Einsatzfahrzeuge dorthin verlegt; der erste Einsatz von der neuen Unterkunft aus erfolgte bereits am 26. Dezember zur Fahrbahnreinigung nach einem Verkehrsunfall.

Kritische Stimmen und Kinderkrankheiten

Hinter vorgehaltener Hand waren aber auch kritische Stimmen zu vernehmen – von „überdimensioniert“ über „für Gundernhausen nicht nötig“ bis hin zu „Wahlgeschenk“. Doch stand und steht die Gemeinde, insbesondere der noch vor Fertigstellung zum Landrat gewählte Bürgermeister Jakoubek, unter dessen Ägide die Planungen begonnen worden waren, zum neuen Gerätehaus und der Gundernhäuser Wehr.

Zudem stellte die etwas ungewöhnliche Bauweise der Unterrichtsräume im Obergeschoss für manche Ausbildungsveranstaltung einen, gelinde gesagt, schlechten Rahmen dar. So heizten sich die Räume bei Sonnenschein derart auf, dass manche Veranstaltung kurzerhand in den Flur zum Treppenhaus verlegt werden musste – auch die akustische Situation war mehr schlecht als recht. Es gab deshalb viele Gespräche, unter anderem mit der Bauverein AG, die das Zentrum samt Gerätehaus errichtet hatte; kaum eine Ausschusssitzung, die nicht auch mit Gerätehausproblemen zu tun hatte. Abhilfe versprachen später der Einbau von Innenjalousien gegen die Sonneneinstrahlung und Tuchbahnen an der Decke zum Dämpfen des Schalls.

Identifikation mit dem neuen Zuhause

Gleichwohl identifiziert sich die Gundernhäuser Wehr mit ihrem Gerätehaus, für dessen Bau eine Reihe von Arbeiten in Eigenleistung beigesteuert wurden. Das zeigt sich auch daran, dass die markanten Konturen des Bauwerks seit dem Jubiläum im Jahr 2004 im offiziellen Logo der Feuerwehr ihren Platz gefunden haben. Bemerkenswert ist zudem, dass Mitglieder der Einsatzabteilung in direkter Nachbarschaft in den Wohnungen im Zentrum wohnen und dadurch im Alarmierungsfall kürzeste Wege haben. Insbesondere den engagierten Jugendlichen und Kindern – allen voran Jugendfeuerwehr und Löschteufel – bietet das Gerätehaus die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Schon dies dürfte ein Grund dafür sein, dass missgünstige Stimmen inzwischen weitestgehend verstummt sind.

Am Ende sollen auch die im Gerätehaus stattfindenden Feierlichkeiten und Zusammenkünfte nicht unerwähnt bleiben: Die Kameradschaft untereinander und das positive Zusammenwirken aller – auch und gerade mit dem Verein – sind ein nicht zu unterschätzender Faktor für den Zusammenhalt und die ehrenamtliche Arbeit der Wehr.

Nicht zuletzt greift auch die Gemeinde selbst bei vielerlei Anlässen gerne auf die Räumlichkeiten des Gundernhäuser Gerätehauses sowie auf das Engagement „ihrer Gundernhäuser Wehr“ zurück. Für so manche Sitzung, bis hin zur Bürgerversammlung, war man hier der Gemeinde ein guter Gastgeber.

Das neue Gerätehaus
2001

Im Jahr 2001 kam es erneut zu mehreren Brandeinsätzen. Alarmierungen erfolgten unter anderem wegen eines Dachstuhlbrands in der Nordhäuser Straße, mehrerer Kaminbrände, eines Wäschetrockner-Brands auf dem Stetteritz sowie eines Brands in einem Wohnhaus im Viehweg. Auch die Wehr aus Groß-Zimmern musste in nachbarschaftlicher Löschhilfe beim Brand von mehr als 100 Rundballen Stroh unterstützt werden.

Beim zweiten Fillwaadfest erhielten Harry Amann und Siegfried Breidenbach für ihre 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit in der Einsatzabteilung das silberne Brandschutzehrenzeichen. Schon zur Tradition geworden war auch der Auftritt des Männerballetts an Fastnacht – im zehnten Jahr in Folge.

Neu war ab März Carsten Knapp als Jugendfeuerwehrwart und ab November der Internetauftritt unter www.feuerwehr-gundernhausen.de.

Brennende Reifen auf dem Stetteritz
2002

Gleich zu Jahresanfang gab es mit dem Euro nicht nur eine neue Währung, sondern auch erneut einen Brandeinsatz: Im Alten Darmstädter Weg brannte an einem Wohnhaus ein gestapelter Holzstoß, das Feuer hatte bereits auf das Gebäude übergegriffen. Weitere Einsätze folgten, und im August eilte die Gundernhäuser Wehr im Katastrophenschutzeinsatz zur Hilfe beim Jahrhunderthochwasser nach Dessau in Sachsen-Anhalt.

Das Fillwaadfest war mittlerweile zum festen Bestandteil des kulturellen Lebens im Ort geworden. Auf andere kulturelle Wege hatte sich eine Abordnung der Wehr begeben: Sie war live bei Peter Lack in dessen Radioshow „Null-eins-drei-acht-sechstausend“ beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main zu Gast. Gestartet wurde außerdem die vom Verein finanzierte Informationskampagne „Fünf Minuten für Ihre Sicherheit“.

Nicht zu vergessen: In diesem Jahr wählten die Feuerwehren des Landkreises Darmstadt-Dieburg Isabell Breitwieser (jetzt Kirschner) zur Sprecherin der Frauen.

Einsatz in Dresden Einsatz in Dresden
2003

Das Jahr begann mit einem Besuch in der Partnergemeinde Vösendorf – um dort am Feuerwehrball teilzunehmen – sowie, einmal mehr, mit einem Einsatz zum Löschen der immer gleichen Matratze in der Enggasse. Ebenfalls im Januar musste nachts wegen eines brennenden Schuppens ausgerückt werden. Im Sommer galt es, die Kameraden aus Groß-Zimmern in nachbarschaftlicher Löschhilfe bei einem Waldbrand zu unterstützen.

Brennend blieb auch die Frage, wer neuer Jugendfeuerwehrwart wird: Das Amt war bei der Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung unbesetzt geblieben, Manfred Bäuml und Frank Neuber wurden jedoch als Wehrführer und Stellvertreter bestätigt. Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins erklärte sich Klaus Schüler bereit, erneut als Jugendfeuerwehrwart zu fungieren, bis sein am Amt interessierter Sohn Stephan die Berufsausbildung abgeschlossen hat.

Bei dieser Versammlung wählten die anwesenden Mitglieder Willy Breitwieser zum neuen 1. Vorsitzenden – er folgte damit auf Bernd Anthes, der zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Dessen Sohn Heinz Anthes übernahm an diesem Abend das Amt des 2. Vorsitzenden.

Bevor es im nächsten Jahr wieder ein Jubiläumsfest geben sollte, dessen Vorbereitungen schon in den Festausschüssen angelaufen waren, gab es auch wieder das Fillwaadfest am Gerätehaus. Im November erfolgte die Gründung der Kindergruppe „Löschteufel“ – damals noch unter dem Dach des Vereins – als Vorstufe zur Jugendfeuerwehr.

Die Einsatzabteilung im Jahr 2003 Bernd Anthes wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt
2004

Dieses Jahr stand ganz im Zeichen des 75-jährigen Jubiläums, das einmal mehr in Verbindung mit dem Kreisfeuerwehrtag gefeiert wurde. Wie für Gundernhausen und seine Feuerwehr üblich, war wieder ein großes Festzelt auf dem Kerbplatz errichtet worden, mit einem für Jung und Alt ansprechenden Programm. Dazu zählte nicht nur der Frühschoppen am Montag, der dank der von den Bessenbachtalern erzeugten Superstimmung ein toller Tag wurde. Auch der Festumzug am Sonntagmittag – dem morgens das Kreismusikertreffen voranging – war wieder einer der Höhepunkte.

Anzumerken wäre hier, dass ein Jubiläum mit einem derart althergebrachten Rahmen – vom Stellen eines Festzeltes über den Umzug bis zum Frühschoppen am Montag – kaum mehr üblich ist. Andernorts geht man oft den einfacheren Weg, weicht in Hallen aus oder verzichtet auf Umzüge, mit dem auch in der Presse zu lesenden Argument, Festzelte und Umzüge seien ein Anachronismus.

In Gundernhausen findet man jedoch auch zehn Jahre später, beim 85-jährigen, dass es ein schöner Brauch ist, ein Fest so ausgiebig zu feiern – und gerade in der heutigen Zeit sind Feste in großen Zelten keineswegs mehr „altfränkisch“. Ein – zwar hinkender, aber nicht ganz von der Hand zu weisender – Vergleich mit dem Oktoberfest böte sich hier an: Beim Feuerwehrfest wird schließlich dasselbe gemacht, nur sehr viel kleiner, aber nicht weniger zünftig. Zu denken sollte einem dabei auch geben, dass es in manchen Jahren gar keinen Kreisfeuerwehrtag mehr gab.

In diesem Jahr wurde das Fest auch mit Veranstaltungen wie der „Straße der Feuerwehr“ und dem Kreismusikertreffen abgerundet. Auch damals zeigte sich wieder, dass neben der Bevölkerung auch die Helfer und Helferinnen aus anderen Vereinen fest an der Seite ihrer Feuerwehr stehen. Mit einem zünftigen Helferabend bedankte sich der Feuerwehrverein für die tatkräftige Hilfe und gezeigte Solidarität.

Beim Akademischen Abend, mit dem das Fest freitags eröffnet worden war, konnten der 2. Vorsitzende Heinz Anthes – eine wichtige Stütze der Feuerwehrarbeit im Verein – sowie Wehrführer Manfred Bäuml geehrt werden: Beide erhielten das Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst. Am Samstagabend sorgte Peter Lack alias „Lackenegger“, dem Gundernhausen aufgrund der Kontakte zur Feuerwehr ein Begriff ist, im Festzelt für Furore. Bemerkenswert: Damals war es erstmals erforderlich, einen Sicherheitsdienst zu beauftragen, um einen gewalt- und störungsfreien Verlauf der Veranstaltung zu gewährleisten.

Kreisfeuerwehrtag 2004 Kreisfeuerwehrtag 2004 Kreisfeuerwehrtag 2004
2005

Bei einem Gebäudebrand auf dem Stetteritz hatten es die Einsatzkräfte mit schwierigen Löscharbeiten zu tun: Der Brand hatte sich zunächst unbemerkt in die Zwischenräume der Wände des Fertighauses ausgebreitet. Auf den Ackerflächen am Stetteritz waren gegen Jahresende zudem mehr als 50 brennende Rundballen Stroh zu löschen.

Als Ersatz für einen Anhänger aus dem Jahr 1960 war der Einsatzabteilung im Juli ein Gerätewagen-Logistik GW-L übergeben worden. Das Fahrzeug wurde mit 30.000 Euro zu mehr als drei Vierteln aus Vereinsmitteln bezahlt – den Früchten der Arbeit aus dem Fest im Vorjahr. Gerade deshalb stieß es in den Gremien auf Kritik und Unmut, dass dieses Fahrzeug erstmals den Schriftzug „Freiwillige Feuerwehr Roßdorf“ anstelle des üblichen Schriftzuges „Freiwillige Feuerwehr Gundernhausen“ erhalten sollte. Letztlich setzte sich der Gemeindebrandinspektor durch, der sich auf Gemeinde und Bürgermeisterin berief.

Nach weiteren zwei Jahren Amtszeit als Jugendfeuerwehrwart trat Klaus Schüler von diesem Amt zurück; sein Sohn Stephan übernahm es.

2006

Die Einsatzkräfte rückten zur nachbarschaftlichen Löschhilfe zu einem Großbrand auf dem Muna-Gelände in Münster-Breitefeld aus, wo ein Reifenlager in Brand geraten war. Bei einem weiteren Einsatz im Juni konnte das Übergreifen der Flammen von einer brennenden Küche auf den Rest der Wohnung verhindert werden.

Wieder ins Leben gerufen werden konnte das legendäre Parkfest: Die Freundschaft mit der Feuerwehr Zotzenheim wurde an dem Ort gefeiert, wo sie vor genau 50 Jahren ihren Anfang genommen hatte.

Auch Gundernhausen und die Feuerwehr wurden vom „Sommermärchen 2006“, der in Deutschland ausgetragenen Fußballweltmeisterschaft, erfasst. Nachdem der Karnevalverein Gundernhausen das erste Spiel an der Grillhütte der Schützengesellschaft live präsentierte, entschloss sich die Feuerwehr kurzerhand, auch die Live-Übertragung der bis zum Endspiel folgenden Spiele der deutschen Mannschaft in der Fahrzeughalle des Gerätehauses anzubieten. Dieses Public Viewing ist inzwischen zu einer festen Tradition bei allen großen Fußballturnieren geworden. Fest etabliert hat sich auch das gemeinsame „kameradschaftliche Fußballgucken“ im Gerätehaus, immer dann, wenn interessante Begegnungen in Bundesliga, Pokal oder Champions League anstehen.

Reifenlagerbrand in Münster
2007

Gleich im Januar zog der Orkan Kyrill über Deutschland und brachte zahlreiche Einsätze mit sich. Im März stand einmal mehr ein Feuerwehrball auf dem Programm, diesmal in Verbindung mit dem Kreiskameradschaftsball der Ehren- und Altersabteilungen.

Zu beklagen war der Tod des Initiators, Gründungsmitglieds und langjährigen Sprechers der Gundernhäuser Ehren- und Altersabteilung, Karl Metz.

Schwere Sturmschäden
2008

Es war ein trauriges Jahr: Im Juli verstarb, direkt vor dem deshalb abgesagten Parkfest, plötzlich und unerwartet der damalige 1. Vorsitzende Willy Breitwieser. Unter großer Trauer und Anteilnahme – auch der Freundschaftswehren aus Vösendorf und Zotzenheim sowie vieler Feuerwehrkameradinnen und -kameraden aus dem Landkreis – wurde er zu Grabe getragen.

Auch von den Einsätzen her war es ein negatives Jahr: Es kam mehrfach zu Bränden, sodass gar von einer Brandserie die Rede war. Nachdem im Frühjahr nur brennende Gartenhütten und Mülltonnen gemeldet wurden, kam es im weiteren Jahresverlauf zu zwei Scheunenbränden im Bereich Hauptstraße/Alter Darmstädter Weg.

Im Dezember wurde mit dem LF 10/6 ein neues Löschgruppenfahrzeug übergeben – im Zuge einer gemeinsamen Beschaffungsaktion Hessens für den Katastrophenschutz konnte es zu besonders günstigen Konditionen von der Gemeinde erworben werden. Die Wehrführung in Gundernhausen oblag zu diesem Zeitpunkt, nach den Wahlen im März, bereits Marcus Würtenberger als Wehrführer und Jürgen Zimmer als dessen Stellvertreter.

Ehrungen gab es auch: Bernd Flick erhielt das silberne Brandschutzehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst, und Carsten Knapp wurde mit der Floriansmedaille der hessischen Jugendfeuerwehren ausgezeichnet. Zur Europameisterschaft in Polen und der Ukraine lud die Feuerwehr wieder zum Public Viewing ins Gerätehaus ein.

Fahrzeugübergabe des neuen LF10/6 Scheunenbrand in der Hauptstraße
2009

Die Wehr begeht, eingeleitet im März mit einer Aufführung des Darmstädter Kikeriki-Theaters (Comedy-Hall), ihr 80-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass beginnt das Parkfest, anders als in den Jahren zuvor, bereits am Freitag – eingeleitet mit einem Prolog zur Geschichte, Entwicklung und Zukunft der Gundernhäuser Wehr. Der Text, geschrieben von Siegfried Breidenbach und vorgetragen von Christina Anthes und Tini Maier, erntete viel Applaus.

Bei einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung werden Satzungsänderungen zur Erlangung der steuerlichen Gemeinnützigkeit beschlossen. Bereits bei der ordentlichen Generalversammlung war Heinz Anthes in Nachfolge des verstorbenen Willy Breitwieser zum 1. Vorsitzenden gewählt worden, Mario Reiß (jetzt Ullrich) rückte für ihn als 2. Vorsitzender nach.

Als erwähnenswerter Einsatz war zudem ein Kabelbrand in der Schaltzentrale der Kläranlage zu verzeichnen.

Parkfest 2009 Die Feuerwehr Gundernhausen im Jahr 2009
2010er
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2010

Die Einsätze wegen Wetterereignissen nahmen weiter zu: Nach dem Sturmtief Xynthia im Februar kam auch im August nach Unwettern viel Arbeit auf die Wehr zu.

In sportlicher Hinsicht war dieses Jahr für die Feuerwehr sehr erfolgreich: Sowohl beim im Ort ausgerichteten Tischtennisturnier als auch beim Fußballturnier konnte der Pokal für den ersten Platz erkämpft werden.

Der als Gerätewart schon fast zur Institution gewordene Günter Franz legte nach mehr als 30 Jahren sein Amt nieder. Im Juni stand nach längerer Pause wieder der Besuch einer Abordnung in Vösendorf an.

Ein Fest war auch der Auftritt des legendären hr3-Radiomoderators Peter Lack, den die ihm freundschaftlich verbundene Gundernhäuser Wehr am 11. Dezember ins Bürgerhaus eingeladen hatte. Einen Grund zum Feiern hatte auch das Männerballett: Es konnte auf eine 20-jährige Tradition zurückblicken, bei der noch immer einige Tanzbeine der ersten Stunde aus dem Jahr 1990 dabei waren.

Einsatz nach Sturm
2011

Das Jahr startete gleich am 3. Januar mit einem Großalarm. Zum Glück bestätigte sich nicht, dass ein Gastank in einer Produktionshalle brannte – dennoch war ein Feuer unter einem Öltank zu löschen, was mittels Löschschaum schnell gelang. Nach einer Verpuffung in einem Roßdörfer Industriebetrieb und dem Brand einer Schreinerei in Groß-Zimmern war einmal mehr nachbarschaftliche Löschhilfe gefordert. Auch blieb mal wieder der Aufzug im Einkaufszentrum stecken, weshalb eine hochschwangere Frau dringend befreit werden musste.

In gleichem Maße waren aber auch freudige Ereignisse zu verzeichnen: So gab es hochwertige Ausrüstungsgegenstände für die Einsatzabteilung. Die Firma Stihl stiftete eine Motorsäge, und aus Vereinsmitteln wurde eine Wärmebildkamera im Wert von 12.000 € angeschafft. Die Gemeinde übergab ein neues Mannschaftstransportfahrzeug „MTF“, zu dem der Verein eine Heckwarneinrichtung beisteuerte.

Beim Parkfest konnten Walter Hepner für 40 und Frank Neuber für 25 Dienstjahre das Brandschutzehrenzeichen in Gold bzw. Silber entgegennehmen.

Im September stand fest, dass die „harmony.fm Party“ des gleichnamigen Radiosenders für Gundernhausen gewonnen werden konnte: In einem Online-Voting-Verfahren setzte sich unsere Feuerwehr dank sensationeller Beteiligung von Freunden und Unterstützern mit beachtlichem Vorsprung gegen 63 andere Vereine aus ganz Hessen durch. Die bestens besuchte Party stieg am 16. September im Bürgerhaus.

In bester Manier von sich reden machte einmal mehr die Jugendfeuerwehr durch den professionellen Dreh eines Videofilms mit oskarverdächtigen Darstellern und einer entsprechenden Premierenveranstaltung im Gerätehaus.

Mit einem weiteren traurigen Verlust sollte das Jahr zu Ende gehen: Der frühere Wehrführer und stellvertretende Ortsbrandmeister Karlheinz Menges verstarb.

Die harmony.FM Party
2012

Ausgelöst durch starke Regenfälle trat am frühen Morgen des 29. Juli nach längerer Zeit wieder der Erbsenbach über die Ufer. Mit solchen, durch Wetterereignisse ausgelösten Einsätzen muss inzwischen jedes Jahr aufs Neue gerechnet werden – der Klimawandel lässt auch in Gundernhausen grüßen.

Bereits im Januar hatte es erneut einen Großeinsatz in einer Produktionshalle gegeben: Brennendes Öl in einer Auffangwanne konnte schnell gelöscht und größere Schäden verhindert werden.

Fehlalarme gab es auch immer wieder: So entpuppte sich der als brennende Wohnung gemeldete Feuerschein als gemütliches Kaminfeuer in der Wohnung eines Feuerwehrmannes.

Heuballenbrand
2013

Auch 2013 wurde es nicht langweilig: Gleich im Januar waren zwei Einsätze an einem Tag zu verzeichnen – ein Kaminbrand am Morgen und ein wegen Heizungsdefekt verrauchter Keller am Abend. Im Juni entlud sich ein schweres Unwetter über dem Landkreis, das nicht nur für die hiesige Wehr zu zahlreichen Einsätzen führte.

Wieder einmal war auch ein Einsatz in den neuen Bundesländern angesagt: Wegen des Hochwassers der Elbe hatte Sachsen Hilfe aus Hessen angefordert. Zur Verstärkung der örtlichen Kräfte wurden die Gundernhäuser Kameraden, zusammen mit Mitgliedern anderer Wehren aus dem Landkreis, in die Landeshauptstadt Dresden beordert. Sehr unbefriedigend war allerdings, dass die Einsatzkräfte aus politischen Gründen lange tatenlos in Bereitschaft sitzen mussten, während die Anwohner verzweifelt um ihr Hab und Gut kämpften.

Eine Reihe von Änderungen gab es in der Wehrführung: Jürgen Zimmer wurde zum Wehrführer und Eric Oehme zu seinem Stellvertreter gewählt, Tim Kilian zum Jugendfeuerwehrwart und Marcus Würtenberger zum stellvertretenden Gemeindebrandinspektor. Damit trat er die Nachfolge von Walter Hepner an, dem für seine Verdienste das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber verliehen wurde. Mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst konnten Carsten Knapp und Holger Woitsch ausgezeichnet werden.

Einen guten Verlauf nahm wieder das nun im zweijährigen Turnus ausgerichtete Parkfest. Ganz besonders erfreulich waren zwei schöne Feste: Die Löschteufel feierten ihr zehnjähriges Bestehen, die Jugendfeuerwehr ihr 25-jähriges Jubiläum – groß gefeiert mit einem Aktionstag auf dem Kerbplatz, der ein toller Erfolg wurde. Bezeichnend für die Jugendarbeit in Gundernhausen ist, dass mit Philine Helm erstmals ein Mitglied in die Einsatzabteilung übertreten konnte, das seine Feuerwehrlaufbahn bei den Löschteufeln begonnen hatte.

Aktionstag der Jugendfeuerwehr Aktionstag der Jugendfeuerwehr Aktionstag der Jugendfeuerwehr Aktionstag der Jugendfeuerwehr Hochwassereinsatz bei Dresden
2014

Das diesjährige Public Viewing der Fußball-Weltmeisterschaft im Feuerwehrgerätehaus hat ein Happy End: Gemeinsam feiern wir die Weltmeisterschaft der deutschen Nationalmannschaft.

Ansonsten steht das Jahr ganz im Zeichen des Festes zum 85-jährigen Bestehen, verbunden mit dem Kreisfeuerwehrtag. Wieder einmal gibt es alle Hände voll zu tun, und in gewohnt guter Tradition haben sich viele helfende Hände – auch und besonders aus den Reihen der Ortsvereine – gefunden, um auch dieses Fest zu einem Erfolg werden zu lassen.

Mit der Band Tollhaus wird das Fest freitags eingeleitet. Samstags folgt die Straße der Feuerwehr, am Abend eine HR3-Party mit Tobi Kämmerer. Sonntags schließt sich ein großer Festumzug an, am Abend sorgt das „Gunnerhaiser Duell“ für ein volles Festzelt und ausgelassene Stimmung. Den Abschluss bildet ein zünftiger Frühschoppen mit den Zwoa Spitzbuam.

Etwas für unsere Breitengrade Ungewöhnliches waren zwei stärkere Erdbeben, die auch in Gundernhausen die Bevölkerung aufschreckten. Zum Glück kam es – anders als in einigen Nachbarkommunen – nicht zu Schäden in Gundernhausen.

Kreisfeuerwehrtag 2014 - HR3 Party Kreisfeuerwehrtag 2014 - Gunnerhaiser Duell Kreisfeuerwehrtag 2014 - Festumzug Kreisfeuerwehrtag 2014 - Frühschoppen
2015
  • Jürgen Zimmer erhält die Ehrenplakette des Kreisfeuerwehrverbandes Darmstadt-Dieburg.
  • Günter Franz wird nach 40 Jahren aktivem Dienst mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold ausgezeichnet.
  • Der ehemalige Gemeindebrandinspektor und stellvertretende Wehrführer Walter Hepner wird nach über 43 Jahren aus der Einsatzabteilung verabschiedet und geht in den wohlverdienten Feuerwehrruhestand.
  • Am Samstag, den 25.07.2015, wird die Feuerwehr Gundernhausen nach einem Unwetter zu mehreren Einsatzstellen gerufen.
2015 2015
2016

Walter Hepner, Günter Franz, Siegfried Breidenbach und Carsten Knapp werden feierlich aus der Einsatzabteilung verabschiedet und an die Ehren- und Altersabteilung übergeben.

Die Fußball-Europameisterschaft 2016 überträgt die Feuerwehr Gundernhausen wieder in der Fahrzeughalle.

Im Oktober 2016 verstirbt nach kurzer, schwerer Krankheit der Ehrenvorsitzende und ehemalige Sprecher der Ehren- und Altersabteilung, Bernd Anthes. Willy Dittmann übernimmt das Amt des Sprechers der Ehren- und Altersabteilung.

Gleich zu Beginn des Jahres (11.01.2016) wird die Feuerwehr Gundernhausen zu einem Scheunenbrand nach Roßdorf gerufen. Am 15.04.2016 wird die Feuerwehr mit dem Einsatzstichwort „VU mit mehreren Personen“ alarmiert. Am 28.08.2016 rückt die Feuerwehr Gundernhausen zu einer nachbarschaftlichen Löschhilfe nach Groß-Zimmern aus.

2016 2016 2016
2017

Im Sommer 2017 feiert die Feuerwehr Gundernhausen das traditionelle Parkfest. Durch ein heftiges Gewitter musste die Freiluftveranstaltung freitags kurzfristig unterbrochen werden – die Bühne wurde kurzerhand ins Festzelt verlegt, und die Veranstaltung nahm weiter ihren Lauf.

Am 07.01.2017 werden die Einsatzkräfte zu einer Tierrettung auf einem Bauernhof in Gundernhausen gerufen: Ein Pferd ist auf einer Eisplatte weggerutscht und kann sich nicht mehr allein aufrichten. Mit vereinten Kräften und einem landwirtschaftlichen Fahrzeug kann es wieder aufgerichtet werden.

Zu einem spektakulären Einsatz werden die Floriansjünger am 14.10.2017 gerufen: Eine Person ist zwischen zwei Gebäudeteilen eingeklemmt. Um sie zu retten, musste eine Mauer teilweise abgetragen werden.

2017 2017 2017 2017
2018

Im Jahr 2018 wird die Wehrführung Gundernhausen sowie die Leitung beider Ortsteile neu gewählt: Wehrführer Jürgen Zimmer übergibt das Zepter an seinen bisherigen Stellvertreter Eric Oehme. Jugendwart Tim Kilian wird zum stellvertretenden Wehrführer ernannt, in seine Fußstapfen als Jugendwart tritt Nikolas Lutz. Der langjährige Gemeindebrandinspektor beider Ortsteile, Wilfried Sturm, übergibt sein Amt an Marcus Würtenberger, sein Stellvertreter wird Marcel Wolf.

Den Kreiskameradschaftsball 2018 richtet in diesem Jahr Gundernhausen aus. Mit über 600 Gästen aus nah und fern wird ein schöner Abend mit der Band Tollhaus verbracht.

Zwei kleinere Jubiläen kann die Feuerwehr Gundernhausen in diesem Jahr feiern: 15 Jahre Löschteufel und 30 Jahre Jugendfeuerwehr. Aus diesem Anlass findet im Juni auf dem Kerbplatz in Gundernhausen für die Bevölkerung ein Fest mit zahlreichen Vorführungen und einer Fahrzeugausstellung statt.

Im Sommer 2018 überträgt die Feuerwehr Gundernhausen die Spiele der Fußball-Nationalmannschaft im Gerätehaus.

Am 11.06.2018 tritt der Erbsenbach nach einem Gewitter über die Ufer – hier müssen zahlreiche Einsätze abgearbeitet werden. Alarm für die Feuerwehr Gundernhausen am 26.07.2018: Es geht nach Groß-Zimmern zur nachbarschaftlichen Löschhilfe, dort muss ein Waldbrand bekämpft werden.

2018 2018 2018 2018
2019

An der diesjährigen Jahreshauptversammlung wird die Vereinssatzung aktualisiert. Der ehemalige Jugendfeuerwehrwart Klaus Schüler und der ehemalige Wehrführer Jürgen Zimmer werden an die Ehren- und Altersabteilung übergeben. Im Sommer wird wieder das schon bekannte Parkfest gefeiert.

Am 08.03.2019 wird die Feuerwehr Gundernhausen nachts zu einem Heckenbrand gerufen – hier drohte das Feuer auf das Wohnhaus überzugreifen. Ein Waldbrand in Münster beschäftigt die Feuerwehren des Landkreises Darmstadt-Dieburg über mehrere Tage, auch die Feuerwehr Gundernhausen wurde am 30.06.2019 alarmiert.

Am Kerbsonntag, den 08.09.2019, wird die Feuerwehr Gundernhausen mit dem Einsatzstichwort „Straße ist überflutet“ alarmiert. Bei diesem Einsatz mussten mehrere Keller ausgepumpt werden – der Einsatz zog sich über mehrere Stunden hin.

2019 2019 2019 2019
2020er
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2020

Das Männerballett der Freiwilligen Feuerwehr Gundernhausen feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag: Es wird 30 Jahre alt.

Pandemie weltweit! Im März 2020 wird das Leben in Deutschland fast bis auf null heruntergefahren. Auch die Feuerwehr Gundernhausen musste mit drastischen Einschränkungen zurechtkommen: So wird angeordnet, dass keine Unterrichte und Übungen mehr stattfinden sollen, dass im Fahrzeug und an Einsatzstellen ein Sicherheitsabstand von 1,50 m einzuhalten ist und an den Einsatzstellen je nach Einsatzstichwort Maskenpflicht besteht.

In dieser Zeit kamen unsere Einsatzkräfte mehrfach in Kontakt mit Covid-19-infizierten Patienten, die Hilfe brauchten – eine ganz besondere Gradwanderung zwischen bedingungslosem Helfen-Wollen und der stetigen Gefahr, sich selbst zu infizieren und vielleicht auch die eigenen Liebsten zuhause mit einer potenziell tödlichen Krankheit anzustecken.

Das traditionelle Zeltlager von Jugendfeuerwehr und Löschteufeln fällt in diesem Jahr aus. Der Vorstand, der sich weiterhin regelmäßig trifft, hält die Vorstandssitzungen digital ab.

Spektakuläre Einsätze:

  • Garagenbrand, 02.04.2020, Alarm 15:05 Uhr (ausgelöst durch einen Fahrradakku)
  • Nachbarschaftliche Löschhilfe in Roßdorf am 03.06.2020, Alarm 1:24 Uhr
2020 2020
2021

Noch immer war die Pandemie in vollem Gange, und es hieß Onlineunterricht und Übungsdienst mit Abstand. Das neue Jahr war noch keine zwei Tage alt, als die Ehrenamtlichen zu einem Verkehrsunfall mit mehreren verletzten Personen Richtung Groß-Zimmern gerufen wurden.

„F2Y“ hieß es am 23.07.2021: Unsere Brandschützer wurden zu einem Wohnungsbrand mit Menschenrettung alarmiert. Die ersten Einsatzkräfte erhielten zudem in einem priorisierten Verfahren eine Covid-Impfung.

Am 09.11.2021 unterstützten wir die Kameraden aus Groß-Zimmern bei einem Großbrand einer Scheune.

2021 2021 2021
2022

Am 22.03.2022 unterstützten wir die Feuerwehr Reinheim beim Brand eines Wohnhauses. Im August werden alle Feuerwehren des Landkreises zu einem Waldbrand nach Münster alarmiert – dieser Einsatz zieht sich über mehrere Tage hin, auch unsere Brandschützer sind im Schichtbetrieb im Einsatz.

Nach mehrjähriger Planung wird im Dezember 2022 das neue STLF 20 in Dienst gestellt – ein Meilenstein für unsere freiwilligen Retter und die Bürgerinnen und Bürger in Gundernhausen: Das Fahrzeug ist erstmals mit einem vollständigen Rüstsatz Technische Hilfeleistung ausgestattet. Somit kann nun auch bei schweren Verkehrsunfällen schnell und effektiv Hilfe geleistet werden. In diesem Zuge wird künftig auch das Einsatzgebiet auf die Bundesstraße 26 ausgeweitet.

2022 2022 2022
2023

Am 31.03.2023 heißt es wieder Kreuzchen machen: Die Wehrführung beider Ortsteile sowie der Gemeindebrandinspektor und sein Stellvertreter werden neu gewählt. Nach nur fünf Jahren Amtszeit hören Marcus Würtenberger und Marcel Wolf als Gemeindebrandinspektor bzw. stellvertretender Gemeindebrandinspektor auf – Stefan Zuspann wird zum neuen Gemeindebrandinspektor und Eric Oehme zu seinem Stellvertreter gewählt.

Der stellvertretende Wehrführer von Gundernhausen, Tim Kilian, hört ebenfalls nach nur fünf Jahren auf: Stefan Schüler wird zum neuen Wehrführer und Philine Helm zur stellvertretenden Wehrführerin von Gundernhausen gewählt. Nicolas Lutz bleibt der Jugendfeuerwehr als Jugendfeuerwehrwart erhalten.

Nach Wochen der Vorbereitung findet im Sommer ein Aktionstag anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Löschteufel und des 35-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr statt. Schauübungen wie eine Fettexplosion und eine Fahrzeugausstellung sind die Höhepunkte an diesem Wochenende, an dem auch das Parkfest stattfindet.

In der Silvesternacht wird die Feuerwehr Gundernhausen zu einem Heckenbrand alarmiert. Weiterhin mussten die Brandschützer mehrere Brände im Ortsgebiet abarbeiten, ausgelöst durch eine Serie von Brandstiftungen. Eine eingeklemmte Person gilt es im März 2023 zu befreien.

Zu einem Scheunenbrand in Gundernhausen werden die ehrenamtlichen Retter aus Gundernhausen und zahlreiche Einsatzkräfte aus umliegenden Orten alarmiert. Bei diesem Großbrand sind 130 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Rettungsdienst im Einsatz.

2023 2023 2023 2023 2023 2023 2023 2023 2023
2024

95 Jahre Feuerwehr Gundernhausen: Am 28.09.2024 bebt die Bürgerhaushalle, denn die Rock-Cover-Band Pfund ist zu Besuch und heizt kräftig ein.

Die Brandschützer rücken in diesem Jahr öfter zur technischen Hilfeleistung aus – am 25.03.2024 werden sie zu drei Einsätzen nacheinander alarmiert.

2025

Ein außergewöhnlicher Unterricht findet im Januar statt: Eine Abordnung der Einsatzabteilung fährt in das Vivarium Darmstadt, wo ihnen gezeigt wird, wie man mit gefährlichen Tieren im Einsatz umgeht.

Holger Woitsch, Jürgen Zimmer und Walter Hepner legen ihre Ämter im Vorstand nieder. Als Nachrücker werden Benjamin Klump, Christina Feick, Marcel Nicolay und Jonas Theiss gewählt.

Am 19.–20.07.2025 findet wieder das legendäre Parkfest statt.

Zu einem schweren Motorradfahrerunfall mit Todesfolge wird die Einsatzabteilung im Frühjahr dieses Jahres alarmiert.

„F2Y mit Menschenrettung“ heißt es am 22.07.2025: Verursacht durch einen Kellerbrand müssen insgesamt 12 Bewohner mit Drehleitern und tragbaren Leitern gerettet werden. Bei diesem Einsatz werden mehrere Feuerwehren und Rettungsfahrzeuge aus umliegenden Gemeinden und Landkreisen alarmiert.